Text Size

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Ein absolutes NO-GO bei der Frettchenhaltung ist Einzelhaltung!

Egal ob Welpe oder adultes Tier; Frettchen fühlen sich nur in einer Gruppe wohl!

Die Frage nach dem WARUM ist schnell beantwortet:

Man braucht sich nur einmal eine Gruppe Frettchen beim Spielen, Kuscheln oder bei der gegenseitigen Fellpflege anzuschauen, das sagt eigentlich schon alles. Ein Mensch kann einen Frettchenpartner niemals ersetzen, selbst wenn man sich 24 Std. mit seinem Tier beschäftigt! Oder kannst Du etwa Deinem Frettchen die Öhrchen schlecken, mit ihm zusammen durch Röhren flitzen oder mit ihm zusammen Streiche aushecken?!

Frettchen sind unheimlich soziale Tiere und leiden erheblich unter dem Alleinsein. 

Ein einzeln gehaltenes Tier wird auch nicht zutraulicher als Tiere aus einer Gruppenhaltung. Ausserdem macht es vom Kostenfaktor auch keinen wirklich großen Unterschied, ob man jetzt Futter und Klostreu für ein oder zwei Tiere kauft. Käfig/Schrank und Spielzeug hat man ja sowieso schon und zwei Frettchen machen auch nicht mehr Arbeit als eines.

Einzeltiere werden mit der Zeit oft apathisch oder aggressiv und nicht selten sogar sehr krank. Sie verlernen das typische Verhalten und die Frettchensprache, was auch eine spätere Vergesellschaftung sehr schwierig macht. Schon wenige Wochen in Einzelhaltung sind für das Frettchen eine Quälerei, die man ihm unbedingt ersparen sollte. Deshalb empfiehlt es sich unbedingt, immer gleich mindestens zwei Frettchen zu kaufen!

Hier noch ein sehr schönes Gedicht, das zum Nachdenken anregen sollte:

Alles still. 
Kein Laut ist zu hören - und das schon seit Stunden. 
Aber nun wird sie nur noch weitere acht Stunden dauern, die Stille. 
Wenigstens konnte ich noch bis vor kurzem deinen schwachen Geruch wahrnehmen. Doch der ist nun auch fort. 
Ich werde versuchen diese langen Stunden zu schlafen. Denn ich habe Angst vor der Stille. 
Es wird mir wieder nicht gelingen. 
Doch wenn es mir gelingen würde, könnte ich mich in meine wenigen Erinnerungen retten. 
Dort ist es warm und angenehme Geräusche umgeben mich. 
Die ganze Zeit über spüre ich die Wärme und die Liebe, die mich umgibt. Eine Liebe so vollkommen und rein. 
Die ganze Zeit spüre ich dieses angenehme Kribbeln im Bauch und die Zärtlichkeiten, die mir gegeben werden. 
Meine Geschwister kuscheln sich an mich und wir halten uns warm. 
Jetzt höre ich wieder die Stille. Nichts bewegt sich. 
Keine Zärtlichkeit kein Kribbeln. Nur meine Hängematte, die so leblos und tot ist und viel zu groß. 
So vergeht Stunde um Stunde und meine Angst vor der Stille wächst. 
Die Spielzeuge auf dem Boden meiner Höhle sind schon lange nicht mehr interessant. 
Den Rest der stillen Stunden verbringe ich damit zu fressen und zu versuchen in meine Erinnerungen zu flüchten. 
Doch da, ein Geräusch. 
In dieser Stille und Einsamkeit klingt es so laut wie ein Feuerwerk. 
Mein Herz macht einen kleinen Sprung. 
Du bist wieder da und kommst scheppernden Schrittes auf meine Höhle zu. 
Ich bin glücklich, rüttle an meiner Tür voll Hoffnung, das es dann schneller geht. 
Ich springe freudig umher und für einen Augenblick ist die Stille vergessen. 
Ich versuche, Dir zu zeigen wie glücklich ich bin und hoffe das DU dann länger bleibst. 
Doch es ist wie jeden Tag, du verstehst mich nicht und schon nach einem kurzen Moment ist meine Zeit mit Dir um. 
DU kennst die Stille nicht. Doch für mich kommen jetzt wieder die stillen Stunden. 
Die Zeit der Stille wird immer länger und unerträglicher. 
Es gab mal Zeiten ohne Stille - aber diese Zeiten sind schon ewig vorbei. 
Dein unglückliches Frettchen
(Quelle: http://forum.zooplus.de/kleintiere-von-a-bis-z/t-frettchenliebhaber-66141.html)