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Neue(s) Frettchen in eine bereits bestehende Gruppe integrieren

  • Die erste Begegnung zwischen den „neuen" und den „alten" Frettchen sollte auf neutralem Boden erfolgen. Dies ist wichtig, da dort keines der Frettchen sein Revier hat, so dass keine Revierstreitigkeiten entstehen. 
  • Welpenschutz gibt es bei Frettchen nicht. Oft klappt eine Vergesellschaftung von Welpen und erwachsenen Tieren zwar gut, es wäre jedoch falsch, davon auszugehen, dass es auf Anhieb klappt, wenn man einen Welpen dazu setzt. 
  • Im Idealfall sollten sich die Frettchen ihren neuen Kameraden selbst aussuchen. Dazu stellt man die Frettchen bei einem Schnupperbesuch einander vor und beobachtet, wie sie aufeinander reagieren. Wenn sie sich sympathisch sind, kann man versuchen, alle vorsichtig zusammen in eine Transportbox zu stecken. Wenn sie sich auch dort vertragen, kann der Neuling mit ins neue Zuhause kommen. 
  • Wenn sich die Frettchen nicht auf Anhieb einigermaßen gut verstehen, kann man den Käfig im neuen Heim in der ersten Zeit am besten durch ein Gitter trennen (oder einen zweiten Käfig daneben stellen), so dass sich die Frettchen sehen und beschnuppern, aber sich nicht gegenseitig verletzen können. Das neue Frettchen einfach mit zu den anderen in den Käfig zu setzen wäre falsch, weil der Neuling angegriffen werden könnte und dies dann die Eingewöhnungszeit noch verlängern würde. 
  • Um die Frettchen an den Geruch der/des anderen zu gewöhnen, sollten die Kuscheltücher nun täglich zwischen den beiden Hälften/ Käfigen ausgetauscht werden. 
  • In den ersten Tagen sollten die Frettchen dann erstmal nur getrennten Auslauf geniessen. Beschnuppern sich die Tiere neugierig durchs Gitter, kann man einen ersten gemeinsamen Auslauf wagen. Die Tiere sollten allerdings Platz haben, um sich gegenseitig aus dem Weg gehen zu können. Bei einer größeren Gruppe sollte man nicht alle Tiere gleichzeitig zu dem neuen Frettchen setzen, sondern ihnen die Chance geben, sich langsam kennen zu lernen (immer ein bis zwei Frettchen aus der Gruppe zum Neuen dazu setzen und später die Tiere wechseln). Sonst könnte es sein, dass der Neuling völlig eingeschüchtert ist, wenn gleich so viele unbekannte Frettchen auf ihn zu stürmen und ihn belagern. 
  • Falls es zu einem sehr heftigen Streit kommt, bei dem Angsthäufchen gesetzt, extrem viele Stinkbomben losgelassen werden oder sich das neue Frettchen einnässt, solltet Ihr dazwischen gehen und die Tiere erstmal wieder trennen. 
  • Wird der Neuling im Nacken gepackt und etwas umher geschliffen, ist das jedoch noch kein Grund zur Sorge, sondern völlig normal. Solange kein Blut fliesst ist noch alles okay. 
  • Auch wenn es für Menschen manchmal ziemlich brutal aussieht, wie die Fretts miteinander umgehen und es sich teilweise auch wirklich grausam anhört, muss man stark bleiben. Die Frettchen müssen nun eine neue Rangordnung ausmachen und dabei wird der Neuling meist erstmal in seine Schranken gewiesen. Versucht man nun bei der kleinsten Rangelei immer wieder, die Frettchen zu trennen, geht das Ganze immer wieder von vorne los. Also am besten Ohrenstöpsel in die Ohren stecken und nur im Notfall dazwischen gehen. Kleinere Blessuren im Nackenbereich sind dabei nicht immer zu vermeiden. Fügen sich die Tiere allerdings schlimmere Bisswunden zu oder ist eines der Tiere völlig eingeschüchtert, ist ein Eingreifen unbedingt erforderlich! 
  • Um die Frettchenfreundschaft zu fördern, könnt Ihr die Frettchen gemeinsam etwas Paste von der Hand schlecken lassen oder zusammen etwas Katzenmilch aus einer Schüssel trinken lassen. 
  • Beim gemeinsamen Freilauf empfiehlt es sich, die Käfigtüren der alteingesessenen Frettchen offen stehen zu lassen. Klappt alles gut, darf der Neuling vielleicht schon mit in den Käfig oder sogar mit in die gemeinsame Schlafbox einziehen. Dann steht einer langen Frettchenfreundschaft nichts mehr im Wege!