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Man kann Frettchen in der Wohnung halten (Frettchenzimmer oder freie Wohnungshaltung) oder aber auch draussen.

Sowohl Innen- als auch Aussenhaltung bieten jeweils ihre Vor- und Nachteile. 

Bei Innenhaltung verbringt man in der Regel mehr Zeit mit seinen Tieren, als wenn man bei schlechtem Wetter erstmal nach Draussen zum Gehege der Frettchen gehen muss. Auch Krankheitsanzeichen werden bei Innenhaltung durch den engeren Kontakt zu den Tieren meist schneller erkannt. Allerdings muss bei Innenhaltung sehr darauf geachtet werden, dass alles frettchensicher gestaltet ist. 

Bei Aussenhaltung gibt es widerum den Vorteil, dass man die Tiere nicht riecht. Der Geruch kann vor allem bei nicht kastrierten Rüden in Innenhaltung zu einer großen Herausforderung werden. Entscheidet man sich für die Aussenhaltung, ist auf jeden Fall dafür Sorge zu tragen, dass die Frettchen ein gut isoliertes Schlafhäuschen und auch Schutz vor Regen, Wind, Zugluft und extremer Hitze haben. Zudem müssen entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, dass z.B. im Winter das Trinkwasser nicht einfriert (z.B. durch eine beheizbare Tränke). Dass das Aussengehege extrem ausbruchsicher gestaltet sein muss, versteht sich bei unseren kleinen Ausbruch-Künstlern von selbst. Auch ein Schutz vor dem Eindringen anderer Tiere wird dadurch gewährleistet. Frettchen sind in der Lage, sich durch die kleinsten Lücken zu zwängen und sind auch im Buddeln wahre Weltmeister, so dass diese Aspekte beim Bau eines Aussengeheges auf jeden Fall beachtet werden müssen!

Frettchen aus Aussenhaltung sollten keinesfalls im Winter zum Kuscheln und Spielen rein geholt werden! Im Haus fangen sie durch ihr Winterfell an zu schwitzen und erkälten sich, wenn sie anschließend wieder ins Aussengehege müssen.

Grundlegend gilt ausserdem: Wir brauchen ausreichend Platz, um uns zu bewegen! Haben wir zu wenig Platz, kann es passieren, dass wir aggressiv werden. Ihr wollt ja schließlich auch nicht in einer Zelle eingesperrt sein, oder? Je mehr Platz wir haben um richtig herum zu tollen und uns auszutoben, desto ausgeglichener sind wir. 
Die Mindestgröße eines Frettchenkäfigs sollte 2m² für zwei Frettchen nicht unterschreiten! Der Käfig ist allerdings nicht für die dauerhafte Unterbringung geeignet und sollte somit lediglich als Rückzugsort für die Tiere dienen oder für die Zeiten, wo niemand Zuhause ist, Besuch kommt oder sauber gemacht werden muss. Bei Aussenhaltung sollte das Gehege mindestens eine Größe von 10m² (bei zwei Frettchen) bieten. Für jedes weitere Frettchen sollten zusätzlich 3m² kalkuliert werden.

Am Besten könnt Ihr uns in einem großen Käfig, bzw. einer Voliere unterbringen, die aber lediglich als Rückzugsort dienen sollte. Diese kann gekauft sein, oder auch selbst gebaut. Bei Aussenhaltung nutzen viele Frettchenhalter auch ein Gartenhäuschen als Frettchenheim.

Bei Innenhaltung eignen sich auch umgebaute Kleiderschränke hervorragend als Frettchenheim. Doch selbst wenn wir in einem großen Käfig wohnen, wollen wir darin nicht immer nur eingesperrt sein. Um unsere angesammelte Energie los zu werden, benötigen wir täglich mindestens 3-4 Stunden Auslauf. Wenn wir dann so richtig ausgepowert sind kann man auch viel besser mit uns kuscheln.

Was die Inneneinrichung betrifft, so sollten die Etagen möglichst durch Drainagerohre miteinander verbunden sein. Ausserdem lieben wir Frettchen Hängematten, Fleecedecken und Kuschelhöhlen über alles!

Frettchen als Haustiere