Text Size

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Schon um das Aussetzen und Abgeben vieler Frettchen nicht noch zu fördern, sollten wir ab einem Alter von ca. 9 Monaten kastriert werden.

Sind die Geschlechtsorgane entsprechend ausgebildet, kann man einen Termin für die Kastration machen. Bei Rüden sollten sich die Hoden gut ertasten lassen. Bei Fähen schwillt die Vulva an, wenn sie in die Ranz kommen. Bei Wohnungsfrettchen kann sich der Zeitpunkt durchaus verschieben, sodass die Frettchen deutlich früher in die Ranz kommen.

Bei Fähen ist eine Kastration sogar lebensnotwendig!

Bei der Fähe sagt man, dass sie vor der ersten Ranz kastriert werden soll. Diese setzt im ersten Frühjahr nach der Geburt ein. Der richtige Termin für eine Kastration ist also ca. im Januar/ Februar. Ist die Fähe bereits in der Ranz, wird die Kastration schwieriger, weil die Durchblutung viel stärker ist als normal.

Wichtig ist, dass auch bei der Fähe eine Kastration und keine (!) Sterilisation durchgeführt wird!!!

Sofern nicht mit uns Fähen gezüchtet wird und wir nicht gedeckt werden, fallen wir in die so genannte Dauerranz, die unseren Körper oft so schwächt, dass wir daran zu Grunde gehen!

Auch bei den Rüden ist eine Kastration von Vorteil, da sonst beim Zusammentreffen mit anderen unkastrierten Rüden heftige Kämpfe entstehen können! Ausserdem wird ein unkastrierter Rüde permanent versuchen, alle Fähen zu decken.

Ebenso lässt der unangenehme Geruch nach einer Kastration nach.

Ein kastrierter Rüde ist übrigens noch bis zu 6 Wochen nach der Kastration zeugungsfähig! Während dieser Zeit muss der kastrierte Rüde daher von ranzigen Fähen getrennt gehalten werden!

Zur weiteren Veranschaulichung hier nochmal die Unterschiede zwischen Kastration und Sterilisation:

Kastration:
Es werden die Geschlechtsorgane entfernt (Hoden/ Eierstöcke, Eileiter und ALLES Fettgewebe)
Es werden keine weiteren paarungsspezifischen Hormone produziert.
Durch eine Kastration wird nicht nur Nachwuchs vermieden, sondern den Tieren wird der gesamte Fortpflanzungstrieb genommen, weil keine Sexualhormone mehr gebildet werden, wodurch auch vielen Krankheiten vorgebeugt wird. Bei einer Sterilisation hingegen werden nur die Samen-/ Eileiter durchtrennt und nicht entfernt.

Sterilisation:
Abbinden oder einfaches Durchtrennen der Geschlechtsorgane (Samen- bzw. Eileiter)
Da in diesem Fall die Geschlechtsorgane weiter im Körper bleiben, werden weiterhin paarungsspezifische Hormone produziert und der ganze Fortpflanzungsapparat bleibt intakt.
Dadurch wird zwar Nachwuchs verhindert, aber die Tiere kommen weiterhin in die Ranz und können dementsprechend auch weiterhin an den Folgeerkrankungen (Dauerranz, Krebs, Gebärmutterentzündungen usw.) erkranken und auch sterben.