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Hier einige Dinge, die Du als Frettchenhalter bei einer bevorstehenden OP Deines Frettchens beachten solltest:

 

Vor der Operation:

Frettchen vor einer Narkose lange hungern zu lassen, ist sehr gefährlich.
Aufgrund ihres kurzen Darmtrakts verwerten sie das Gefressene fast schon sofort und haben daher einen hohen Energieverbrauch.
Das Verdauen und Verwerten der Nahrung läuft bei Fretts aus diesem Grund viel schneller ab, als bei Hunden oder Katzen.

Man sollte sein Frettchen nicht länger als 3-4 Stunden vor der Operation hungern lassen.
Wichtig ist nur, dass sich das Frettchen nicht vor dem Eingriff total überfrisst.
Trinken darf es bis kurz vor der OP.

Ein Frettchen hat eine Darmdurchlaufzeit von ca. 3 Stunden, wodurch die Reserven bei längerem Fasten sehr schnell aufgebraucht werden.
Lässt man sein Frett 12 Stunden lang hungern, wäre es für einen Menschen so, als ob dieser 3 Tage lang nichts zu Essen bekommen würde.
Wenn die Wusel aber vor der OP gut fressen, überstehen sie eine Narkose meist ohne Komplikationen. Lässt man sie jedoch zu lange hungern, besteht die Gefahr einer Unterzuckerung, die tödlich enden kann.

Die Risiken sind extrem hoch, wenn man ein Frett zu lange hungern lässt. Dagegen ist das Risiko des Erbrechens extrem gering.

Es reicht also völlig aus, wenn man 3-4 Stunden vorher das Futter raus stellt.

WICHTIG: Dies ist lediglich eine Empfehlung, die auf eigene Erfahrungen, sowie auf denen vieler langjähriger Frettchenhalter und frettchenerfahrener Tierärzte beruht.
Zur Sicherheit aber immer noch einmal Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt halten!

 

Nach der Operation:

Die meisten Tierärzte geben einem das Frettchen erst wieder mit nach Hause, wenn dieses bereits aus der Narkose erwacht ist.
So kann der Tierarzt bei möglichen Komplikationen während der Aufwachphase direkt eingreifen. Das Frettchen wird zwar noch längere Zeit etwas benommen sein, aber es sollte die Augen bei der Abholung aus der Praxis wenigstens schon halb geöffnet haben.

Zuhause angekommen sollte das Frettchen auf alle Fälle warm gehalten werden.
Dazu eignet sich am besten eine Wärmflasche, das Wasser sollte aber nicht zu heiß sein.
Die Wärmflasche kann man auch ruhig schon zur Abholung vom Tierarzt mit in die Transportbox legen, dann hat es das Frettchen schon während der Fahrt schön warm.

Solange der Wusel noch nicht wieder auf den Beinen ist, sollte man ein ruhiges, warmes Plätzchen für ihn suchen, wo er erstmal getrennt von den anderen seinen Rausch ausschlafen kann. Ab und zu natürlich mal einen Blick drauf werfen, ob noch alles in Ordnung ist.

Sobald das Frett halbwegs auf den Beinen ist, Futter und Wasser zur Verfügung stellen.
Aufgrund der Gefahr, dass das noch etwas benommene Frettchen erbricht oder sich verschluckt, bitte nur in geringen Mengen und unter Aufsicht anbieten.
Die Toilette sollte man anstelle von Klostreu mit Küchentüchern auslegen, damit nichts in die Wunde gelangt.

Wenn das Frett wieder voll da ist, kann es zu den anderen Frettchen gesetzt werden.

Meistens verhält sich das Frettchen ein bis zwei Tage nach der OP wieder völlig normal.
In den darauf folgenden Tagen sollte allerdings ständig die Wunde und das Wohlbefinden des Tieres kontrolliert werden. Bei Komplikationen sofort den Tierarzt aufsuchen!